Ein leichter Muskelkater nach einer Thai-Massage ist normal und verschwindet meist nach ein bis zwei Tagen. Starke, stechende Schmerzen, Taubheit oder Lähmungsgefühle sind dagegen nicht normal – dann sollten Sie das ärztlich abklären lassen. Hier erklären wir, warum der Körper nach einer Thai-Massage reagiert, was dagegen hilft und woran Sie erkennen, dass etwas nicht stimmt.
Warum der Körper nach einer Thai-Massage reagiert
Die traditionelle Thai-Massage arbeitet mit Druck entlang der sogenannten Sen-Linien und mit passiven Dehnungen. Fest verspannte Muskeln werden dabei gelöst und gedehnt – ähnlich wie bei ungewohnter Bewegung. Deshalb reagieren Muskeln, die lange festgehalten waren, mit einem leichten Muskelkater. Das passiert besonders häufig:
- bei der ersten Thai-Massage überhaupt,
- wenn zwischen zwei Massagen viele Monate liegen,
- bei starken Verspannungen, etwa im Nacken nach langer Schreibtischarbeit,
- wenn Sie während der Massage sehr festen Druck gewünscht haben.
Was nach einer Thai-Massage normal ist
| Reaktion | Normal? | Wie lange? |
|---|---|---|
| Leichter Muskelkater, Druckgefühl | Ja | 1–2 Tage |
| Müdigkeit, starkes Ruhebedürfnis | Ja | Wenige Stunden |
| Leichter Schwindel beim Aufstehen | Ja, wenn er schnell vergeht | Wenige Minuten |
| Kopfschmerzen | Gelegentlich, oft durch zu wenig Wasser | Einige Stunden |
| Blaue Flecken | Nein | – |
| Stechende oder zunehmende Schmerzen | Nein | Ärztlich abklären |
| Taubheit, Kribbeln, Lähmungsgefühl | Nein | Sofort ärztlich abklären |
Was gegen Muskelkater nach der Massage hilft
- Viel trinken. Wasser oder Kräutertee helfen dem Körper nach der Massage, und gegen Kopfschmerzen hilft es auch.
- Wärme. Eine warme Dusche oder ein Bad am Abend lockert die Muskulatur weiter.
- Leichte Bewegung. Ein Spaziergang ist besser als stundenlanges Sitzen. Auf intensiven Sport verzichten Sie am Massagetag besser.
- Beim nächsten Mal sanfter. Sagen Sie Ihrer Masseurin, wie Sie reagiert haben. Mit etwas weniger Druck oder einer Aromaöl-Massage bleibt der Muskelkater meist aus.
Wann Sie keine Thai-Massage machen sollten
Bei Fieber, akuten Infekten oder Entzündungen, frischen Verletzungen, Thrombose, kurz nach Operationen und bei starker Osteoporose sollten Sie auf eine Thai-Massage verzichten. Bei Bandscheibenvorfall, Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder in der Schwangerschaft sprechen Sie bitte vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und sagen uns bei der Buchung Bescheid. Für Schwangere gibt es bei uns eine eigene, sanfte Schwangerschaftsmassage.
So vermeiden Sie Schmerzen nach der Massage
Die wichtigste Regel: Sagen Sie während der Massage, wenn es zu fest ist. Eine gute Thai-Massage darf intensiv sein, aber nicht wehtun. Unsere Masseurinnen in Hamburg fragen vor jeder Behandlung nach Beschwerden und gewünschtem Druck und passen sich während der Massage an. Wer zum ersten Mal kommt, startet am besten mit 60 Minuten Ganzkörpermassage und mittlerem Druck.
Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder ungewöhnlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
